Historisches Fahrerlager Nürburgring: Wiedereröffnung

[ct-red] Merken Sie sich unbedingt das erste Mai-Wochenende 2011, denn dann wird das Historische Fahrerlager am Nürburgring feierlich wieder eröffnet. Historische Rennfahrzeuge der Jahre 1927-1983 – genau der Jahre, in denen das Fahrerlager aktiv genutzt wurde – geben sich ein buntes und lautstarkes Stelldichein.

Das Historische Fahrerlager ist das älteste heute noch unverändert existierende Boxengeviert an einer Rennstrecke. Weltweit, einzigartig, authentisch, geschichtsträchtig. Am 30. April und 1. Mai 2011 feiert man dort die Wiedereröffnung! Im Jahr 1927 zur Eröffnung des Nürburgrings fertiggestellt ist die Anordnung von mehr als 50 Fahrzeugboxen in rechtwinkliger Ausrichtung zum Synonym für eine Paddock-Anlage geworden: Das Historische Fahrerlager am Nürburgring ist Motorsport-Kultur-Erbe, atmet hochoktanige Luft und kennt zahlreiche Legenden. Fahrzeuge, Siegerwagen, Rennfahrer aus der ruhmreichen vergangenen Zeit des Rings werden sich ein Stelldichein geben, Clubs und Oldtimer-Gemeinschaften sind eingeladen, parken direkt im Grand-Prix-Fahrerlager – für sie gibt es ein eigenes Zusatzprogramm. Die Grand-Prix-Strecke wird für Demonstrationsläufe und Rennen zur Verfügung stehen. Die Klassiker- und Motorsport-Szene feiert den Ort, an dem alles begann. Die Läufe der VLN – der hochkarätigen Langstreckenmeisterschaft – enden am Samstag, den 30. April am Nachmittag und leiten vom modernen Motorsport über zum feierlichen Zusammenkommen im Historischen Fahrerlager. Hier beginnt bereits am Samstag um 10.00 Uhr das offizielle Programm zur Wiedereröffnung. Bis ins Jahr 1983 wurde das „alte Fahrerlager“ aktiv in Renngeschehen genutzt. Ein neues Grand-Prix-Fahrerlager an der für mehr Sicherheit umgebauten Grand-Prix-Strecke löste das Paddock ab. Das Historische Fahrerlager wurde damit zum bewahrten und gepflegten Herzstück des historischen Nürburgrings. Häufig genutzt und gemäß der ursprünglichen Bestimmung mit Leben erfüllt wurde das Fahrerlager nach dem Streckenumbau in den Achtzigern dann allerdings nicht. Werkstätten für den Technischen Dienst, Schreiner- und Malerwerkstätten wurden aus Platzmangel in einigen der Boxen untergebracht, andere wurde für Testfahrzeuge u.ä. langfristig vermietet. Das Fahrerlager im Alltag gewissermaßen Gebrauchsgegenstand. Mit einem 100-Punkte-Plan wird das Fahrerlager zur Zeit renoviert und in Teilen restauriert. Emailletafeln mit Boxennummern werden wieder angebracht, die Boxenfronten repariert und die Boxen innen und außen renoviert. Alte Reklame-Schilder aus Sammlungen und den Nürburgring-Lagern wieder zusammen getragen, der Standort der alten Waage wird sichtbar gemacht und vieles mehr. Mit großem Aufwand aber auch sehr vielen Detailkenntnissen und Recherchen wird behutsam wiederhergestellt, was fast in Vergessenheit geriet.

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